Thought #394

Wieviel Gemeinwohl steckt im Gemeinwohl-Parlament Leipzig?

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Gemeinwohl-Ökonomie
Humanity at HER Best

Gemeinwohl bedeutet Wohlergehen für die Allgemeinheit – für alle Menschen. In Städten wie Leipzig heißt das konkret: Wohlergehen gerade für jene, die von steigenden Mieten an den Stadtrand gedrängt werden, in prekären Verhältnissen leben oder vom Jobcenter abhängig sind.  

Doch was in der Praxis unter dem Label „Gemeinwohl“ verkauft wird, grenzt an Etikettenschwindel:  

  • Kommerzielle Hülle aus Berlin: Das sogenannte „Gemeinwohl-Parlament Leipzig“ wird nicht etwa von einer gemeinnützigen Basisinitiative getragen, sondern von einer kommerziellen Firma betrieben – der fairplaid GmbH mit Sitz in Berlin.  
  • Exklusive Hürden: Wer mitentscheiden und Mitglied werden will, soll pauschal 60 Euro zahlen. Was für die Geschäftsführung um Torsten Lührs und Francesca Poschen nach Peanuts klingen mag, ist für Menschen im Grundsicherungsbezug ein riesiger Betrag und eine unüberwindbare Schranke.  
  • Sanierung auf Kosten des Gemeinwohls? Ein Blick in die veröffentlichte Bilanz 2024 der fairplaid GmbH legt das finanzielle Desaster offen: Das Unternehmen weist einen Jahresfehlbetrag von über 158.000 Euro und einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von mehr als 900.000 Euro aus.  

Das hinterlässt einen extrem merkwürdigen Beigeschmack: Versucht hier eine kommerziell gescheiterte GmbH, sich über den emotionalen Begriff des „Gemeinwohls“ und kostenpflichtige Mitgliedschaften finanziell zu sanieren?  

Wir brauchen ein Ende der Verschleierung und der wohlklingenden Fassaden. Echtes Gemeinwohl funktioniert nicht über kommerzielle GmbHs und 60-Euro-Schranken. Es braucht ehrliche Transparenz, das Pay-What-You-Can-Prinzip und einen ehrlichen Fokus auf die Lebensrealitäten der Menschen vor Ort. Das ist der Weg von UNO.TEAM.  

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